Die Neuinszenierung „Mirandolina“ in der Deutschen Bühne Szekszárd

Witz komm raus: Du bist umzingelt!

Mirandolina - Deutsche Bühne Ungarn
Solymár Dániel, Farkas Gergő und Bernd Bömch, Foto: Deutsche Bühne Ungarn
Carlo Goldoni hat es nicht leicht, der Autor vieler Komödien lebte im 18.Jahrhundert und damit weit vor unserer Zeit. Er kann nicht auf heutige Befindlichkeiten und Besonderheiten reagieren, aber er schrieb zeitlose Komödien, die bis zum heutigen Tag auf den Bühnen zusehen sind. Die Deutsche Bühne Szekszárd, 1982 als einziges professionelles Theaterensemble im Komitat Tolnau gegründet, hat sich nicht dem bekannterem Hauptwerk „Diener zweier Herren“ zugewandt, sondern der 1752 uraufgeführten „Mirandolina“, und damit eine italienische Komödie für die deutschen Besucher auf die Bühne gebracht. Diese Bühne wird von einem Verkaufsbudenstand dominiert, der in Üppigkeit und Form die Gastwirtin aufnimmt. Diese Frau hat es allen angetan, denn als attraktive Gastwirtin wird sie von einem hysterischen Frauenhasser, einem veramten Adligen und einen neureichen Schnösel begehrt. Doch schon am Sterbebett ihres Vaters wurde sie ihrem Angestellten versprochen: der Kellner als Ehemann. Will sie das? Eine selbstbewusste Gastwirtin geht resolut, gegen die sie begehrenden Männer vor und verteidigt ihre Selbständigkeit. Ja, das Stück ist über 250 Jahre alt! Die Neuinszenierung „Mirandolina“ in der Deutschen Bühne Szekszárd weiterlesen

Jesus und die „Duracell“-Kämpfer – Webbers Meisterwerk im Madách-Theater

Jesus Christ Superstar
Photo: Madách-Theater
Die Theatersaison wird in zwei, nah beieinander liegenden, Häusern Budapests mit Musicalaufführungen eröffnet. Das Magyar-Színház wird für „Charity“ gefeiert und das Madách-Színház für seine Aufführung des „Jesus Christ Superstar“. Beide Aufführungen finden in ungarischer Sprache statt, sind aber auch für das ausländische Publikum leicht zu verstehen. Es ist sehr interessant, und ein Experiment, in ein Werk zu gehen, welches in eine Sprache übersetzt ist, die der ausländische Zuschauer nicht oder wenig beherrscht.

Die Handlung des Jesus Christ Superstar ist unser Kulturgut: Das Leben und Leiden Christus von der Ankunft in Jerusalem bis zur Kreuzigung. Seit der Uraufführung 1971 ist das Werk ein Repertoirerenner. Viele eingängige Melodien und eine packende Handlung begeistern das Publikum auf der ganzen Welt. Jesus und die „Duracell“-Kämpfer – Webbers Meisterwerk im Madách-Theater weiterlesen

Von Ibéria in die neue Welt – 1.Sinfoniekonzert der Budapester Philharmoniker

Aus dem Graben heraus und auf die Bühne hinauf. Beim ersten Sinfoniekonzert wurden dem dankbaren Publikum Claude Debussy und Antonin Dvorak präsentiert.

Das Thema zu Beginn der Spielzeit und am Ende des Urlaubes: Fernweh. Beide Komponisten setzen sich mit der Ferne auseinander und sind, als Komponisten des 19. Jahrhunderts, mit thematischer Sinfonieorchesterliteratur berühmt geworden, sie eröffneten dem Publikum neue Hörerlebnisse in der Musik. Antonin Dvorak, der berühmte Tscheche, lebte lange Jahre in New York und prägte die Musikkultur der neuen Welt, der er seine 9. Sinfonie widmete. Debussy blieb im alten Europa und malte sich und dem Publikum mit seiner Musik in die Ferne des Neuen. Von Ibéria in die neue Welt – 1.Sinfoniekonzert der Budapester Philharmoniker weiterlesen

Umjubelte Premiere – Die Neuproduktion „Mefistofele“ an der Staatsoper Budapest.

Mefistofele
Budapests Arkadien: Mefistofele auf der Bühne der Staatsoper (Photo von Èder Vera)
Nach den Aufführungen „Carmen“ und „Tosca“ ist nun die erste neue Produktion, der gerade begonnenen Saison an der Budapester Staatsoper zu sehen. „Mefistofele“, eine große Oper von Arrigo Boito, die 1868 in Mailand ihre Uraufführung erlebte und schon 1882 im Pester Nationaltheater gespielt wurden ist, basiert auf Goethes „Faust“ und setzt dessen Handlungsstränge fragmentarisch um. Umjubelte Premiere – Die Neuproduktion „Mefistofele“ an der Staatsoper Budapest. weiterlesen