Grazie im Staatsopernhaus – Der Balanchine Abend – Ein Traum auf der Bühne

Das Ensemble
Das Ensemble, Foto: Andrea P. Merlo
Das ungarische Staatsballett, das Nationalballett, wie es sich selbst bezeichnet, ist die noch immer führende klassische Compagnie des Landes. Leider auch die einzige, die das klassische Repertoire in Ungarn pflegt, denn es ist Zeit – und Kostenintensiv die Meisterwerke der Vergangenheit zu pflegen und behutsam zu erneuern. Doch vor allem eins: Personalintensiv.

Der Abend huldigt dem größten Choreografen des 20. Jahrhunderts, dem einzigen Choreografen, der sich nicht klassischen Geschichten und dem Handlungsballett gewidmet hat, sondern über 700 Werke schuf, die meistens nur einem Ziel dienten, der Schönheit des Tanzes und des tänzerischen Ausdrucks zu huldigen. Grazie im Staatsopernhaus – Der Balanchine Abend – Ein Traum auf der Bühne weiterlesen

„Rebecca“ im Operettentheater – Verbrannte Ruinen

Szinetár Dóha und Bereczki Zoltan
Szinetár Dóha und Bereczki Zoltan, Foto: Operettentheater
Diese Aufführung ist sehenswert. Ein solcher szenischer Gesamteindruck ist selten in Ungarn zu erleben und wird die Musicallandschaft auf Jahre hinaus prägen, dem Regisseur Beres Attila ist ein Theatercoup gelungen.

Das Musical erzählt die Geschichte des „Ich“, die als Sekretärin einer reichen Frau einen Mann kennenlernt, dem sie nach Manderlay folgt, dem fantastischen Familienbesitz, der von dem Tod der vorherhegenden, legendenumwitterterten, Rebecca de Winter“, geprägt ist. Die Befreiung und der Kampf um die Liebe der „Èn“ vom noch immer bestimmenden Einfluss „Rebeccas“ bestimmen die szenische Handlung des Musicals. Das Musicalwerk, folgt in Grundzügen, dem berühmten Roman und setzt doch eigene Akzente. Die Welturaufführung 2006 in Wien ist, bis heute, unter Musicalfans sagenumwoben und es wird, wohl bald, zu Aufführungen am Broadway und im Westend kommen. „Rebecca“ im Operettentheater – Verbrannte Ruinen weiterlesen

„Bánk bán“ im Staatsopernhaus

Temesi Mária
Temesi Mária ahnt noch nichts, Foto: Edér Vera
Die ungarische Nationaloper, mit der 1846 ein eigenständiges ungarisches Opernschaffen beginnt, wird in einer Wiederaufnahme im Opernhaus gespielt. Die ursprüngliche Idee, zum 200. Geburtstags Erkel Ferencs, dieses Werk neu zu inszenieren, wurde, nach den Wahlen, fallengelassen, da kein ausländischer Regisseur inszenieren sollte. Eine Entscheidung, die nicht nachzuvollziehen ist, da diesem Werk eine Sichtweise, die mehr dem Heute entspricht, als die vorhandene Interpretation, sicher gut getan hätte. Der Abend zeigt eine Vorstellung von Oper, die mehr auf Ausstattung, denn auf den Transport von Inhalt abzielt. Dieser Opernabend gerät sogar zu einem unfreiwilligen Plädoyer für das Regietheater. Die Sterbeszenen des 2. Aktes sind einfach dilettantisch gespielt. Die Regie Kerényi Imres ist nicht mehr erkennbar, doch das Bühnenbild Csikós Attilas ist immer noch sehr schön anzuschauen, doch wirkt alles veraltet und mitgenommen. „Bánk bán“ im Staatsopernhaus weiterlesen

„Die Schöne und das Biest“ – Der Name ist das Programm

Die Schöne und das Biest
Am Ende ein Paar, Bild: Operettentheater Budapest
In dieser Aufführung träumen sich Kinder und Eltern gemeinsam in ein Märchen hinein. Mit Walt Disneys „Die Schöne und das Biest“ hat als Musical die Theaterwelt erobert und auch in Budapest die Herzen von Klein und Groß gefesselt. Der Direktor des Hauses hat sich die Freude nicht nehmen lassen, das Stück in das Repertoire des Hauses aufzunehmen und eine Märchenwelt vor den Augen der Kinder und Erwachsenen, mit den Mittel des Theaters, entstehen zu lassen. „Die Schöne und das Biest“ – Der Name ist das Programm weiterlesen